Die Aktualität des NTD®

Der Wandel des Denkens als Antwort auf den Wandel der Menschen, Gemeinschaften und Kulturen

Wenn es richtig ist, daß sich die Menschen verändern, wenn sich ihre Umwelt verändert, dann müßte sie sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Teilen der Welt verändert haben. In der Tat, sie arbeiten, wohnen und kommunizieren anders, ernähren sie sich anders, bewegen und vergnügen sich anders ….. Verändertes Handeln ist in seinen mannigfaltigen Formen kaum zu leugnen. Aber nehmen sie auch anders wahr und denken sie anders?

Und wenn ja, sind diese Veränderungen geeignet, die offenbar nicht mehr rückschraubbaren Umwälzungen unserer Umwelt individuell und sozial zu bewältigen?

Paßt unsere Wahrnehmung und unser Denken in die neuen Nischen des globalen Ökosystems?

Sicher kann man eigentlich nur sein, daß manche herkömmlichen Weisen in dem Maße dysfunktional werden, in dem sich durch neue Medien, andere Formen der Vernetzung und die Umgestaltung der Umwelt, Anforderungen stellen, die die Menschen in früheren Jahrhunderten nicht kennen konnten. Die Anpassung erfordert hier Innovationen, darunter gewiß auch ein neues Denken. Da sich andererseits Vieles in unserer Umwelt kaum verändert hat, werden traditionelle Wahrnehmungs- und Denkprogramme weiter eine Bedeutung behalten. Und es wird Weiterentwicklungen bekannter Strategien geben. Wandel von Kulturen, sozialen Gemeinschaften und Menschen entsteht nur aus dem Zusammenwirken bewahrender, reformerische und revolutionärer, d.h. vernichtender und erneuernder, Anstrengungen.

Es gilt die Grundannahme: Wir brauchen ein neues, alternatives, zeitgemäßes Denken, welches dem Strukturwandel unserer Gesellschaft, dem Wertewandel und den veränderten Bildern vom Menschen, der Kultur und der Technik Rechnung trägt - ohne die historischen Vor- und Mitläufer zu ignorieren.


Wir sollten mißtrauisch werden, wenn uns postmoderne Wahrnehmungs- und Erklärungsstrategien allzuoft ganz vertraut erscheinen oder wenn deren Essenz in historischen Vorbildern (Mystik, Buddhismus…) verharrt. Dann hätte sich nicht viel und vermutlich zu wenig geändert. Das hier vorgestellte Konzept ordnet sich in die vielen Versuche ein, dem unübersehbaren Kulturwandel der vergangenen Jahrzehnte ein zeitgemäßes alternatives Denken zur Seite zu stellen. Wir suchen nach - posttypographischen - Erkenntnistheorien und -methoden, nach Wahrnehmungs- und Denkstilen, die wir brauchen, um den strukturellen Wandel in den postindustriellen Gesellschaften des XXI. JHs. zu erfassen.
Das NTD sucht nach einer posttypographischen triadischen Epistemologie.

Das NTD erhält durch die Einbettung in die Praxis einen pragmatischen Charakter, was ebenfalls den Strömungen in vielen Bereichen der Gesellschaft entspricht. Es geht um die Funktionserfüllung in Interaktionssystemen.
Das NTD erschöpft sich nicht in einer geisteswissenschaftlichen Veranstaltung. Da seine Grundannahmen keine Trennung von Information, Materie und Energie erlauben, ist es gleichermaßen an die Naturwissenschaften und die technische und theoretische Informatik anschlußfähig.

Die Praktiken der Praxis

Für eine neue Balance zwischen dem Wahrnehmen, Handeln und Denken

Während das ‚Wissen’ allenthalben erforscht, gefordert und gefördert wird, gehört das Denken - nicht deren Produkte, das Wissen - zu den eher vernachlässigten Seiten der menschlichen Informationsverarbeitung. Während es common sense ist, daß sich das menschliche und soziale Handeln beständig wandelt, auch die Wahrnehmung sich an neue Medien anpaßt, wird der Wandel des Denkens der einzelnen Menschen kaum thematisiert. Die voreilige Annahme, daß die menschliche Informationsverarbeitung mit den logischen Programmen ihre Vollendung erreicht hat, und daß diese Programme hinlänglich erkundet und beschrieben sind, scheint ein gewisses Desinteresse - nicht am Wissen, wohl aber an den Programmen des Denkens zu befördern.


Das menschlichen Denken wird faktisch wie eine anthropologische Konstante behandelt und seine Spezifik, Anfang und Ende sucht man am besten - wie auch der späte F. Kittler - in Griechenland. Demnach folgt menschliches Denken idealerweise der aristotelischen Logik. Neben den Zweifeln, ob dies tatsächlich danach immer und überall und für alle Gelegenheiten der Fall gewesen ist oder auch nur angestrebt wurde, stellt sich klarerweise die Frage, ob es nicht an der Zeit ist, auch alternative Formen des Denkens zu modellieren und zu propagieren. Dies genau geschieht im Programm des 'Neuen Triadischen Denkens'.

Auf diese vernachlässigte Dimension, die Asymmetrie zwischen Wahrnehmen, Denken und Handeln (WaDeHa), konzentriert sich das NTD mit der Absicht, Gründe, Folgen und kompensatorische Strategien zu finden. Ein Blick in die Kulturgeschichte Eurpas zeigt, wie unterschiedlich die Bewertung der drei Praktiken gewesen ist und wie dadurch kulturelle Leistungen befördert oder blockiert wurden.
Wandel des Verhältnisses der drei Praktiken in der Geschichte

Es geht danach um die Frage, welche Art von Denken zur Lösung der gegenwärtigen Aufgaben in unserer Gesellschaft erforderlich ist. Die Antwort verlangt die Einbettung des Denkens in die heutige Praxis und dann in die übrigen Praktiken, dem Wahrnehmen und Handeln. Alle Praktiken, Wahrnehmen, Denken und Handeln (WaDeHa) befinden sich in Koevolution.
Nun gibt es ein großes Interesse an der technisierten Informationsverarbeitung in der sozialen, gesellschaftlichen Praxis. Und hier wird der Wandel allseits besprochen. Es kann aber keine einigermaßen relevante Änderung des Gewinnens von Informationen und ihrer Speicherung in technischen Medien in großen menschlichen Gemeinschaften geben, ohne daß sich auch die individuelle menschliche Informationsverarbeitung verändert.

Der Prestigeverlust linearen zugunsten parallelen Wahrnehmens, Denkens und Handeln in der digitalen Welt

Das lineare Denken eignet sich perfekt für die mechanische Industrialisierung, das Zeitalter der großen Maschinen und der typographischen Buchkultur. Aber es verliert in dem Maße an Bedeutung, in dem sich das Prinzip der Parallelverarbeitung in der Wirtschaft, in den elektronischen Medien und nunmehr auch im Alltag durchsetzen. Es wird nicht überflüssig, aber in seiner Bedeutung heruntergestuft.
'Just in time'-Produktion, multiprozessorale Rechner, ein Alltag, in dem zugleich gemailt, Musik gehört, Kaffee getrunken und zum nächsten Termin geeilt wird, überall läuft es auf parallele Prozesse hinaus und zu deren Steuerung bedarf es anderer Programme als es die mechanischen Industrien und sozialen Organisationen zur Verfügung gestellt haben.

Buchinger/Schober beschäftigen sich im Kapitel 'Zeitmanagement' mit den Folgen, die die 'Zurückdrängung zyklischer Zeitvorstellungen' zugunsten linearer für das Management in den Führungsetagen nach sich ziehen. Hier wie an anderen Stellen arbeiten sie mit Konzepten, die sich oft gut triadisch ausbauen ließen. Kurt Buchinger/Herbert Schober: Das Odysseusprinzip - Leadership revisited. Stuttgart 2006, hier S. 171ff.

Monosensuelle lineare gehören ebenso wir massive parallele Verarbeitung zur Grundausstattung der Menschen - nicht nur der Parallelrechner.

Es gibt letztlich keine Möglichkeit auf eine der beiden Formen zu verzichten oder sie kulturell gänzlich zu unterdrücken. Es gibt jedoch unterschiedliche Gewichtungen, die für konkrete Aufgaben und damit für begrenzte Ziele und Zeiten mehr oder weniger funktional sein können. Es geht um die jeweils zielführenden Verhältnisse und es gibt durchaus Verhältnisse, in denen sich - wieder für begrenzte Zeit – ein Entweder-Oder anbietet. Linearität und Konzentration auf einen Sinn ist eine durchaus angemessene Norm, wenn man sie in Beziehung setzt zum Prinzip der Parallelverarbeitung.

Die Kritik läuft nicht einmal auf eine Prämierung von Simultanprozeßdenken hinaus, sondern sie fordert zunächst nur dazu auf, die Koexistenz der verschiedenen Normen und Prozeßmodelle zu erkennen. Für die Praxis erwächst daraus die Aufgabe, jeweils konkret zu entscheiden, wie die Gewichtungen zwischen diesen Normen bzw. Prozessen vorzunehmen ist.
Sehr spezifische Formen der Wahrnehmung, des Handelns und des Denkens bilden die Grundlage von Technik, wissenschaftliche Aufklärung und überhaupt des Fortschritts der Industrie- und Buchkulturen.

Konsequenzen des Aufstiegs des kybernetischen Denkens

Um die gegenwärtigen Verschiebungen in der kulturellen Informationsverarbeitung zu erfassen, muß - neben linearen und parallelen Prozessen - ein dritter Typ berücksichtigt werden.


Diese Gedanken sind im Abschnitt ‚Die Inhomogenität kommunikativer Prozesse und das triadische Prozeßmodell’ in dem Buch ‚Die Entdeckung der kommunikativen Welt’ (Frankfurt 2007, S. 226 ff.) näher ausgeführt.
Weitere Erläuterungen
→ Prozeß

Nach dem II. Weltkrieg erwies sich das von Norbert Wiener modellierte kybernetische Denken als unverzichtbar für die die Industrie und die Digitalisierung der verschiedensten Bereiche der Gesellschaft. Feedback-Schleifen und kybernetische Regelkreise eroberten die Wirtschaft und viele Wissenschaften. Damit gewannen langsam, immerhin ein Mehrgenerationenprozeß, auch Rückkopplungskreisläufe in der menschlichen Praxis eine größere Aufmerksamkeit.

Wenn wir die Prozesse als Vektoren betrachten, ihnen eine Richtung zugestehen, können wie mindestens drei Prozeßtypen in der Informationsverarbeitung auseinanderhalten. Sie lassen sich zu dem triadischen Konzept von Informationsverarbeitung als emergentem Produkt von linearen, parallelen und zirkulären Prozessen zusammenfassen. Das heißt auch, daß diese drei Prozesse gleichzeitig ablaufen; sie stehen in Wechselwirkung miteinander.

Wir haben keine Möglichkeit, Rückkopplungsprozesse gänzlich auszuschließen, wir können sie nur mehr oder weniger zielführend unterdrücken. Und dies war eine Voraussetzung aller linearen Programme. Man vernachlässigte, nicht zufällig sondern ganz systematisch, die Rückwirkungen, die ein beliebiges Endprodukt eines linearen, kausalen Prozesses auf die Ausgangsgrößen besitzt.

Jede Datenerhebung in den Sozialwissenschaften bspw. verändert denjenigen, der die Daten erhebt - und die Befragten natürlich auch. Um diese zirkulären Abhängigkeiten zu minimieren, erfand man die Glasscheiben, die Beobachter und Versuchspersonen so trennen, daß letztere erstere nicht sehen können. Einseitiger Informationsfluß als Bedingung objektiver Forschung. Viele technischen Verfahren wären vermutlich nie umgesetzt, wenn man deren Rückwirkungen bzw. Folgelasten gewürdigt hätte.

Auch das Verständnis für zirkuläre Prozesse in der Natur, zwischen Menschen und in Wirtschaft und Technik nimmt aktuell stark zu. Die gegenwärtig ungemein positiv besetzte Forderung nach Vernetzung meint nicht die Ermöglichung eines einseitigen Informationsflusses zwischen den Kommunikatoren sondern sie bezieht ihre Attraktivität aus dem Glauben an möglichst unmittelbaren feedback, an Interaktion, an der Schließung von sozialen und anderen Kreisläufen.

Die elektronischen Vernetzungen prämieren Rückkoppelungen. Eine Konsequenz der verstärkten Vernetzung der Gesellschaft ist die Forderung nach einem Denken in Rückkopplungsschleifen, zirkuläres oder/und systemisches Denken.

Klar, daß dieser Aufschwung eines neuen kybernetischen Denkens mit den Anforderungen an die Steuer- und Regelungstechnik zusammenfällt, die neue elektronische Maschinen und die Komplexitätsveränderung in den sozialen Organisationen stellen. Es bleibt jedoch die Frage, ob eine isolierte Behandlung eines der drei Teilprozesse der menschlichen, sozialen und technischen Informationsverarbeitung zu Ergebnissen führen kann, die zum Verständnis der gegenwärtigen Entwicklung beitragen – oder ob mit diesem methodischen Herangehen schon einer Grundannahme des alten zergliedernden, isolierenden, analytischen Denken gefolgt und ein begrenztes kulturspezifisches Modell menschlicher Erfahrungsgewinnung übernommen wird. Zu jedem Zeitpunkt finden sowohl Wahrnehmungs- als auch Verarbeitungsprozesse statt und zugleich drücken sich die Ergebnisse dieser Prozesse im Verhalten der Menschen irgendwie aus. Außerdem finden auch beständig Rückkopplungen der Ergebnisse der Teilprozesse und des gesamten Kreislaufs statt. Die Wissenschaften stehen hier vor der Crux, beständig auch ihr eigenes Vorgehen als Ausdruck einer – oder mehrerer – Epochen kultureller Informationsverarbeitung und damit auch von deren Prämierungen reflektieren zu müssen. (Selbstreferenz) Verharren sie bei den Programmen von gestern, werden sie neue Formen der Informationsverarbeitung nur unvollkommen spiegeln können. Das Verständnis der neuen Formen verlangt sowohl nach neuen Formen der Wahrnehmung als auch der Verarbeitung, Darstellung, Kommunikation und eben auch nach einer neuen Bestimmung des Verhältnisses zwischen diesen Faktoren.

Unterschiede zwischen dem Denken und menschlicher Intelligenz auf der einen Seite und der Informationsverarbeitung anderer Gattungen

Norman D. Cook bringt in seinem brillianten Aufsatz The Triadic Roots of Human Cognition: “Mind” Is the Ability to go Beyond Dyadic Associations eine Vielzahl von Belegen dafür, daß sich die Besonderheiten menschlicher Informationsverarbeitung überhaupt nur unter Rückgriff auf triadische Prozesse hinreichend erfassen lassen.

"Because of the stark difference between dyadic associations and triadic relations, it appears that triadic processing – breaking the world into bite-size triads – is the essence of human intelligence. It is this trick that has allowed our species to sometimes transcend the dictates of strictly dyadic, correlational behaviorism and to enjoy the mindfulness of higher-order, context-dependent, cognitive complexity." (Cook 2018:13/14
!

Pankulturelle Triaden im Alltag der Gegenwart

Wenn man einmal damit begonnen hat, die Geschichte des Denkens unter dem Gesichtspunkt triadischer Modelle zu betrachten, so stolpert man alsbald beständig über solche Ansätze. Es beginnt ein Staunen, warum diesem Programm zwar offenbar häufig gefolgt, es aber selten als Prinzip reflektiert wird. Unser Verhalten im Alltag folgt in erstaunlichem Umfang triadischen Grundannahmen, Rezepten und Bewertungen. Wir belassen es bei der Darstellung mit Europa, aber jeder kann aus seinem Erfahrungsbereich auch außereuropäische Beispiele finden und den Geltungsbereich erweitern.

Triaden im Alltag: Alle guten Dinge sind drei!

  • Familie (Dreiecksbeziehung): Vater, Mutter, Kind
  • Mensch: Körper- Geist- Seele
  • Starten: Auf die Plätze- Fertig- Los! und deren Technisierung
  • Ampel: Rot- Gelb- Grün
  • Handeln: Vorbereiten, Durchführen, Ergebnisüberprüfung
  • Musik/ Dreiklang: Grundton, Terz, Quinte (Terzqintakkord)
  • Welt : Raum , Zeit , Dinge
  • Zeit: Gestern- Heute- Morgen bzw.
    Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft
  • Richtung: rechts, geradeaus, links
  • Raum: Höhe, Breite, Tiefe/Länge
  • Dinge: Prozesse, Relationen, Objekte

Basistriaden in den Naturwissenschaften:

  • Aggregatzustände von Stoffen: flüssig, fest, gasförmig
  • Elektrotechnik, Strom: Spannung(Volt), Stromstärke( Ampere), Leistung (Watt)


Wenn wir uns im Raum orientieren oder Gegenstände beschreiben, legen wie Länge, Breite, Höhe als Parameter zugrunde. Der Raum erscheint uns dreidimensional und diese Dimensionen lehren die Schulen im Mathematikunterricht seit Jahrhunderten. Quader sind das Produkt von Länge x Breite x Höhe, das Produkt einer Multiplikation von genau drei Faktoren.

Auch die Zeit erscheint im Alltag als emergentes Produkt von drei Größen, für die alle europäischen Sprache klare Begriffe haben: Gestern - Heute -Morgen oder Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft. Zur sprachlichen Gestaltung der Beziehung zwischen den Zeiten haben die europäischen Sprachen nicht nur lexikalische sondern auch unterschiedliche grammatische Mittel bereitgestellt: Für viele Sprachen ist die Unterscheidung zwischen Subjekt, Prädikat und Objekt zentral. Sowohl die Dreiteilung der Zeiten als auch der Syntax haben Auswirkungen auf unser Denken - auch wenn die Triadiker einräumen, daß die Sprache unser Weltbild nur mit-bestimmt.

Wenn es um die Klassifizierung der Dinge geht, mit denen wir im Alltag zu tun haben, so haben sich triadische Konzepte nicht mit vergleichbar hohen Abstraktionsniveau und Klarheit durchgesetzt. Man unterscheidet zwischen Personen, Sachen, Beziehungen, Prozessen, Ereignissen und weiteren. Sobald wir die Bereiche eingrenzen, kommen wieder Triaden zur Geltung: Stadt, Land, Fluß bestimmen die Geographie; Familie erscheint als emergentes Produkt von Vater-Mutter-Kind, Kinder-Küche-Kirche als Domäne der Frau, der Mensch als Ensemble von Körper, Geist und Seele usf.

Es gibt viele Varianten und keine ist unumstritten, was letztlich darauf hinweist, daß unser Denken und Handeln pragmatisch, kontextsensitiv verläuft. Je nach Zwecken, Umständen, Möglichkeiten usf. bieten sich unterschiedliche Triaden zur Bewältigung des Alltags an.
Das NTD hat demnach zwischen unterschiedlichen Typen von Triadischen Modellen je nach dem Grad ihrer allgemeinen Verwendung zu unterscheiden. Es scheint Triaden mit großer, pankultureller Bedeutung (elementare Triaden), solche, die einzelne große soziale Gemeinschaften (Religionen, Nationen usf.) prägen und solche, die ad hoc jederzeit von jedem zur Bewältigung seines Alltags gebildet werden.

Manchmal wandeln sich persönliche Triaden zu Modellen, die für ganze Gesellschaften handlungsleitend werden: Ein Volk, ein Reich, ein Führer. Das gelingt insbesondere dann, wenn es historische Vorläufer gibt, an die leicht angeknüpft werden kann. Eine besondere Rolle können Triaden in den Wissenschaften spielen, wenn sie dort axiomatisch gesetzt werden, um den Gegenstand von Disziplinen einzugrenzen.

Die Position des NTD im Konzert der Denkformen

Das NTD als Mittler zwischen binären und polyvalentem Denken
Triade der Denkformen

aktualitaet_ntd, id138, letzte Änderung: 2021-08-31 18:09:00